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Utensilien zur Haarpflege aus der Antike

Schambehaarung und Intimrasur in der Antike

Nachweislich begannen die Frauen der frühen Hochkulturen in Mesopotamien und Ägypten bereite 4000 bis 3000 v. Chr. damit, sich ihre Schambehaarung zu entfernen. Das Bedürfnis nach glatter schöner Haut und die Geschichte der Intimrasur reicht also bereits tausende Jahre zurück. Man kann annehmen, das man damals anfing, sich die Schambehaarung zu entfernen, um Parasitenbefall vorzubeugen. Damals war es mit den hygienischen Bedingungen nämlich nicht zum Besten gestellt. Daher wurden unsere Vorfahren sicherlich von so manch unangenehmen Getier im Intimbereich terrorisiert. Dem konnte man ganz einfach vorbeugen, in dem man sich seiner Schambehaarung entledigte. Irgendwann gehörte es sich dann einfach, die Behaarung im Intimbereich zu entfernen.

In der Antike waren verschiedene Mittel bekannt, um sich die Schambehaarung zu entfernen. Eine Intimrasur mit einem Rasierer gab es freilich noch nicht. Men verwendete eher Haarentfernungsmittel, die aus Harzen, verschiedenen Pflanzenextrakten, Eselsfett, Fledermausblut und Pech zusammen gesetzt war. Es gab aber auch schon die ersten Vorläufer zur Intimrasur. Einige Frauen verwendeten nämlich zur Entfernung der Schambehaarung geschliffene Steine oder auch Muscheln.

Intimrasur im frühen Ägypten

Im alten Ägypten gehörte die Intimrasur zur Selbstverständlichkeit Vor allem im frühen Ägypten legten die Frauen viel Wert auf ein gutes Aussehen. Hier gehörte ein absolut haarloser Körper zum Schönheitsideal. Die Frauen beließen es also nicht nur bei der Intimrasur, sondern entfernten sich, neben der Schambehaarung, auch alle andere Haare von ihrem Körper. Sogar die Augenbraun wurden entfernt. Das abrasierte Haupthaar wurde durch aufwendig gestaltete Perücken ersetzt. In der Amarna-Zeit fingen die Frauen an, durchsichtige Frauenkleider zu tragen. Sie zeigten ihre nackte Brüste und auch die rasierte Scham. Dadurch wurde die weibliche Sexualität besonderst hervorgehoben. Man findet heutzutage noch viele Darstellungen auf alter Grabmalerei, wo Frauen nur mit Schmuck bekleidet sind. An ihrer Scham befindest sich keinerlei Schambehaarung mehr. In Ägypten verwendete man zur Intimrasur Bronzemessen und auch Zucker- oder auch Bienenwachs.

In der Amarna-Zeit trugen die Frauen gar keine Haare Wie ich bereist zu Beginn angedeutet habe, hatte die Entfernung der Schambehaarung nicht nur ästhetische Gründe. Die Intimrasur brachte eine Menge hygienischer Vorteile mit sich. In der Schambehaarung haben sich nämlich verschiedene Parasiten festsetzen können. Das war selbstverständlich eine sehr unangenehme Sache. In der Antike gab es mit hohe Wahrscheinlichkeit kaum eine Frau, die von einem Parasitenbefall in der Schambehaarung nicht betroffen war. So war es einfach nur naheliegend, sich durch eine Intimrasur seiner Schambehaarung zu entledigen.

Schambehaarung der alten Griechen

Griechische Vasenmalerei: Hetäre beim Geschlechtsakt Auch die alten Griechen wussten eine absolut kahle Scham bei Frauen zu Schätzen. Das belegen u.a. Funde von alten Vasen. Die alte griechische Vasenmalerei zeigt sehr häufig nackte Menschen, die bis auf das Haupthaar völlig unbehaart sind. In einigen Epochen das alten Griechenlands wurde neben der Schambehaarung alles bis auf das Haupthaar entfern. Selbst Bärte bei Männern galten in einigen Epochen als unastethisch. Die Gründe für die Intimrasur dürfen auch in Griechenland anfänglich von hygienische Natur gewesen sein. Den auch hier dürften viele von Parasiten im Intimbereich geplagt wurden sein. So ist es naheliegend, das auch die Griechen durch Intimrasur versuchten, diesem Problem Herr zu werden. So entwickelte sich im laufe der Zeit eine von der Schambehaarung befreite Scham als Selbstverständlichkeit.

Das Mineral Orpiment Neben der Vasenmalerei geht auch aus verschiedenen Aufzeichnungen aus der Zeit um 590 v. Chr. hervor, dass Freudenmädchen im alten Griechenland an der Scham epiliert waren. Man kann also davon ausgehen, dass die Frauen sich die Schambehaarung ausgerissen haben. Aber auch die bereist erwähnten Methoden zu Haarentfernung wurden sicherlich auch bei den griechischen Damen angewendet. Zusätzlich verwendete man im alten Griechenland auch Orpiment zur Entfernung der Schambehaarung. Orpiment war in der Antike eigentlich ein Farbmittel. Es handelt sich um ein goldgelbes Mineral, das sehr arsenhaltig ist.

Schambehaarung im antiken Rom

Fresko aus einem antiken Bordell aus Pompeji Von der Badekultur und den Thermen des antiken Rom haben sicherlich die meisten schon gehört. Da ergibt es sich fast schon von selbst, dass die Männer und Frauen auch bei den Römern sehr viel Wert auf ihr Äußeres gelegt haben. Dazu gehörte auch die Haarentfernung. Allerdings haben sich nicht alle Römer ihre Schambehaarung entfernt. Die Männer rasierten und zupften sich zwar ihre Barthaare aus und es gab auch römische Frauen, die sich mit einer Pinzette sogar die Augenbraun auszupften. Auch die Bein- und Achselhaare wurden meist entfernt. Aber die Schambehaarung entfernten sich nicht alle Frauen. Das die Intimrasur nicht bei allen römischen Frauen zur Körperpflege gehörten, beweisen verschiedene Wandmalereien aus Pompeji. Es ist sogar nachgewiesen, das einige Männer Frauen mit Schambehaarung bevorzugten. Allerdings entfernten die allermeisten Prostituierten ihre Schambehaarung, da sie auf diese Weise höhere Preise verlangen konnten.

Typische, römische Frau
Daher ist klar, das neben den hygienischen Aspekt, den viele antike Ärzte ausführlich beschrieben haben, die Schambehaarung auch aufgrund der Vorlieben des römischen Mannes entfernt wurden. Darüber, ob sich auch die normal bürgerliche Frau die Schambehaarung entfernt hat, ist nicht viel bekannt. Da die Ärzte aber damals die Intimrasur aus hygienischen Gründen empfohlen haben, kann man annehmen, das sich auch die bürgerliche Frau die Schambehaarung entfernt hat. Man sollte hier aber nicht unbedingt einen erotischen Aspekt reininterpretieren. Die typisch römische Matrone (ehrbare Ehefrau, Frau von Stand) sah die Sexualität nämlich eher als Mittel zur Zeugung von Nachkommen an.

Zusätzlich zu den eingangs erwähnten Methoden der Intimrasur haben auch die Römer noch weitere entwickelt. So wurde die Schambehaarung auch mit groben Handschuhen oder sandpapierähnlichen Scheiben abgerieben. Es waren auch einige eher ungesunden Methoden zur Haarentfernung bekannt. So verwendete man in Rom auch Kalklauge und Arsen zur Entfernung der Schambehaarung.